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Mal ein kurzer Einblick

Heute finde ich endlich wieder Zeit für einen neuen Blog. Ich kann diesen leider nicht täglich pflegen und somit werde ich mich zukünftig nur noch auf die Highlights beschränken. Ein lustiger Dialog war in einem Taxi zwischen Sabine und mir. Ich habe aus dem Fenster geblickt und mich über den Verkehr gewundert. Sabine hat mich gefragt, wie ich den Smog in Shenyang finde. Ich sagte, dass ich ihn gar nicht so schlimm finde und mich daran gewöhnt habe. Habe mich anschließend umgedreht und musste feststellen,  dass durch das offene Fenster auf Sabines Seite die Abgase eines Busses die Taxikabine gefüllte haben…Soviel zum Thema Smog. Mittlerweile ist jedoch auch ab und zu der blaue Himmel zu sehen und der Sommer ist nun richtig in Shenyang eingezogen. Es sind ca. 30 Grad und glücklicherweise sind in jedem Raum Klimaanlagen. Der letzte Abend mit Sabine war in einer Bar, in der irgendwann von den Prinzen „Deutschland“ gespielt wurde…War sehr amüsant und sehr überraschend. Das war der letzte Abend für Sabine in Shenyang und seitdem schlage ich mich selber durch die Stadt. Mittlerweile erinnere ich mich mehr und mehr an die gelernten Vokabeln aus dem Studium und den einen oder anderen Dialog verstehe ich auch. Jedoch fällt mir die Kommunikation weiterhin sehr schwer, da mir ich kaum Möglichkeit habe die Sprache zu sprechen.

Im Unternehmen sprechen wir englisch und viel Freizeit bleibt mir leider nicht. Zumindest versuche ich in jeder freien Minute Vokabeln zu wiederholen und auch neue zu lernen. Sobald ich also an meinem Arbeitsplatz eine paar freie Minuten habe, lerne ich sinnvolle Sätze oder schreibe Vokabeln. Meine Kollegen bringen mir sehr seltsame Vokabeln bei wie bspw. „erste Liebe“, „hübsche Frau“, „Dating“, „Pandabär“, „hübscher Junge“….So sinnvoll finde ich sie nicht. Habe ein elektronisches Dictionary gekauft. Mit dessen Hilfe kann ich alle Vokabeln sehr schnell nachschlagen.

Mit dem Taxi komme ich überall hin, da die Fahrer mich verstehen. Das Essen bestellen und Nachfragen klappt auch. Die Chinesen verstehen mich, jedoch sprechen die meisten einen Dialekt und ich habe vielmehr Mandarin gelernt, so dass ich mich erst an den Dialekt gewöhnen muss. Doch dafür habe ich zu wenig Zeit.

Zu meinem Arbeitsalltag, der schließlich dominiert, werde ich bei Gelegenheit einen eigenen Blog schreiben.

Der  Besuch des Imperial Palace war ein schöner Ausflug, der mich jedoch nicht besonders interessiert hat, da ich bereits vor 3 Jahren einige Tempel und Paläste, u.a. die Verbotene Stadt, gesehen habe und mir somit der Stil nicht fremd ist.

17.6.08 14:33


Von einem Geschäftsessen bis zur Schrimps....

Mal wieder ein Blog…Leider bleibt mir kaum Zeit und deswegen kann ich nur einen Ausschnitt meiner Erlebnisse niederschreiben. Der Donnerstagabend war ein Geschäftsessen mit den Kollegen von Sabine und mir. In einem Restaurant, das unglaublich groß ist, haben wir in einem separaten Raum gespeist. Das Restaurant ist ein Vielfaches größer als deutsche Restaurants. Im Grunde kann man sagen, dass es mehrere verschiedene Restaurants in einem sind. In einem Video wird ein kleiner Rundgang von mir gefilmt. Wir wurden dezent darauf hingewiesen, dass wir nicht fotografieren dürfen. Die letzten Sekunden des Videos zeigen verschiedene Becken mit Meeresfrüchten und Fischen. Dieser Raum alleine ist so groß wie ein eigenes Restaurant. Während dem Essen wurden viele verschiedene Speisen serviert. Besonders der Salat mit Senföl hat mir sehr gut geschmeckt.

Vor kurzem habe ich mir dann auch Senföl gekauft, jedoch habe ich die Konzentration etwas erhöht und nachdem ich ein Salatblatt in meinem Mund zergehen lassen wollte, hatte es vielmehr die Wirkung von Pfefferspray…Man muss das sehr genügsam dosieren, dann schmeckt es sehr gut. Während dem Essen gab es den ein oder anderen 干杯 also auf ex. Nach dem Essen hat sich Sabine bei allen bedankt und ich habe mich angeschlossen.  我衷心 感谢大家。Ein Kollege hat sich einen Scherz erlaubt und sagte:我衷心感谢大虾。In der Aussprache ändert das nur die letzte Silbe und statt jia hat er xia gesagt. Der Sinn ändert sich wie folgt: „Ich bedanke mich herzlich bei jedem“ zu „Ich bedanke mich herzlich bei den Schrimps“. Die Schrimps wurden natürlich auch serviert und waren noch vor uns auf dem Tisch. Daher auch die Anspielung in meinem Profil  Das Foto zeigt unsere Kollegen im Restaurant 天下春.

Das  Video aus dem Restaurant ist unter folgendem Link abrufbar. Es zeigt nur einen kurzen Gang bis zur „Halle“ der lebenden Tiere aus dem Meer. Links und rechts von dem „Blumenweg“ sind Séparées mit runden Tischen in der Mitte. Insgesamt ist das Restaurant in verschiedene Segmente aufgespalten, die ich leider nicht filmen durfte.

http://www.youtube.com/watch?v=BJ4gz-LeGMQ

 

1.6.08 13:55


So sieht es aus....

Ein weiterer Morgen mit einer kalten Dusche….Das sollte  jedoch der letzte sein, da ich mich mit der Programmierung des Boilers auseinander gesetzt habe. Es war in chinesischen Schriftzeichen, doch dauerte nur max. 4 Min bis ich die erfolgreiche Programmierung eingestellt habe. Das Sino Studium hat sich somit schon ausgezahltJ Die Nächte sind jedoch bis dato nicht besser geworden. Total süß, dass ich zunächst neue Gardinen hätte aussuchen sollen, doch das war mir zu viel Aufwand. Man kann sich schließlich an alles gewöhnen. Doch Sabine hatte mir eine Schlafbrille besorgen lassen, die sich ich auch nächtlich noch trage.  Die Helligkeit ist nicht mehr das Problem, sogar ohne Brille habe ich mich daran gewöhnt. Allerdings nicht an den Lärm. Zur Erinnerung bin ich in der 18.ten Etage – also weit von den Straßen entfernt und meine Fenster sind doppelt verglast. Dennoch halten sie nicht den Lärm aus meinem Appartement, da das permanente Hupen zum Alltag in China gehört. Mein Zimmer ist weit vom Aufzug entfernt, doch der Signalton eines anhaltenden Aufzuges hallt durch den Flur und weckt mich öfters auf. Der Signalton, der ähnlich wie meine Klingel in der BRD klingt und auf dem ich entsprechend sensibilisiert bin, ertönt nicht nur wenn der Aufzug auf meiner Etage hält, sondern auch, wenn der Aufzug auf anderen Etagen stoppt. Die Flure sind weder mit Teppich oder anderen Accessoires  ausgestattet, so dass der Schall bis an mein Ohr getragen wird. Naja, irgendwann werde ich mich auch daran gewöhnen, nur brauche ich dann in der BRD eine andere Klingel  Die Baustelle wird immer größer und ich brauche meine Schuhe schon gar nicht mehr zu putzen. Zumal ich im Unternehmen sowieso den ganzen Tag mit Schutzfolie an meinen Schuhen herumlaufen muss.

Das folgende Bild zeigt Sabine vor meinem Eingang. 

 Die Arbeiter sind fast rund um die Uhr am Arbeiten. Sie schlafen auch in einem aufgeschlagenen Zelt direkt neben der Baustelle.  Am Feierabend sind Sabine und ich wieder in das Zentrum. Wir haben einen Buchladen aufgesucht und dort einige Bücher gekauft. Die Lehrbücher bzw. Wörterbücher kosten in der BRD das 10-fache. Ich wollte eigentlich abendlich eine Lektion durcharbeiten, doch sogar die letzten 14 Abende war ich immer on Tour und mehr als 7 Std. Schlaf hatte ich in China noch nicht. Die Tage werden tendenziell länger und die Nächte kürzer. Mit unseren Büchern sind wir durch die Straßen von China geschlendert und sogar heute werde ich noch von den vielfältigen Eindrücken überflutet. Es gibt immer neues zu entdecken.

28.5.08 16:22


Ein weiterer Tag

Der  nächste Morgen war natürlich auch eine Dusche mit eiskaltem Wasser.  Zumindest konnte ich somit Zeit sparen und blieb nicht zu lange unter der Dusche. Nachdem ich wieder mit Sabine im Taxi zum Office gefahren bin, war der Tag sehr mit beruflichen Herausforderungen gefüllt. Bisher muss ich täglich mit Deutschland telefonieren und komplizierte Sachverhalte beschreiben, die durch die SAP R/3 Einführung in China auftreten. Da ich selber nicht in SAP fit bin, ist dies nicht immer leicht das Problem konkret zu beschreiben. Ich konzentriere mich zum Teil auf die Analyse von Daten in Datenbanken. Meine Kollegen sind ziemlich gestresst. Sie arbeiten von morgens bis abends. Sabine erzählte von einer Kollegin die drei Tage und Nächte im Unternehmen blieb…Meine Kollegen entschuldigen sich öfters täglich, dass sie keine Zeit für mich haben. Da ich jedoch auch ausgelastet bin und die Arbeit primär ist, versuche ich zu erklären, dass es mir sogar lieber ist, wenn sie sich auf die Arbeit konzentrieren. Die chinesische Mentalität ist wirklich sehr gütig und sie sind sehr sensibel. Ich versuche immer exakt, eindeutig und plausibel begründet zu argumentieren, da ich niemanden beleidigen möchte. Bin mir aber sicher, dass dennoch einige Missverständnisse aufgetreten sind. Von ca. 3000 Schriftzeichen, die ich mal schreiben und lesen konnte, sind nicht mehr so viele übrig geblieben, doch täglich werde ich sicherer im Lesen. Leider fehlen noch die Übung und die Zeit für die Aussprache. In den Pausen reden wir chinesisch und während die Chinesen mir neue Vokabeln beibringen, übersetze ich die Wörter ins Deutsche und wir üben jeweils die Aussprachen. Besonders lustig war die Vokabel 进步, welche u.a. die Silbe für „Schritt“ beinhaltet. Nachdem die Chinesen nach mehr maligen Aussprechen vom Schritt sich immer noch nach „Shit“ angehört hat, konnte ich mich nicht länger zurück halten –jedoch fanden es die Chinesen auch lustig. Ich möchte nicht wissen, was ich auf chinesisch schon alles falsch ausgesprochen habe. Ein Beispiel werde ich demnächst bloggen. Da wurde ein Spaß in versammelter Runde auf meine Kosten gemacht –war sehr lustigJ

Der Arbeitstag wurde plötzlich unterbrochen. Stromausfall, Alarmsirenen, aufgeschreckte Chinesen, Chaos…Mein erster Gedanke war, dass jeden Moment das Militär ins Office stürmt. Ich bin zur Sabines Office und sie war eher ruhig. Sabine ist Chinesin und sie hat mal bei den Kollegen nachgefragt: Wir  sollten umgehend das Office räumen und alles stehen und liegen lassen. Okay, ich wieder zurück in mein Office und zumindest Geld und mein Notebook geschnappt.  Irgendwie hat es plötzlich sehr  komisch gerochen und ich dachte als nächstes an einen Chemie-Unfall.  Meine Kollegen wirkten auch irgendwie verwirrt. Wir waren die letzten, die das Gebäude verlassen haben und erst vor der Tür haben wir erfahren, dass es eine Übung war. Ohne Strom konnten wir jedoch auch nicht weiterarbeiten und somit konnten wir etwas früher in den Feierabend. Sabine und ich waren im Stadtzentrum in der oberen Etage eines Kaufhauses in einem Food Court. Verschiedene  kleine Essenslokalitäten, von denen man sich eines aussuchen konnte. Wir haben Platz an einem Food Court genommen, bei dem direkt vor unseren Augen auf einer großen Heizplatte das Essen zubereitet wurde.  Während dem delikaten Essen beobachten wir, wie aus einem hinteren Teil einer Einkaufsladens ausnahmelos sehr viele Frauen heraus gekommen sind.  Es waren die Verkäuferinnen, die in den Feierabend gingen. Viele Geschäfte wären froh, wenn sie diese Anzahl von Kunden hätten, wie dieses an Verkäuferinnen.  Nach weiteren Minuten folgten uniformierte Wachleute. Jedoch nicht in dieser Masse. Erst 4, dann weitere 2, dann mal 1, gefolgt von 5 etc. Konnte es kaum glauben. Wie ein Bataillon. Den Abend haben wir gemütlich ausklingen lassen…

28.5.08 15:21


Der erste Morgen-Arbeitstag-Abend

Meine erste Nacht werde ich so schnell nicht vergessen und am Morgen hat sich mein Körper gefühlt, als hätte ich 4 Tage und 4 Nächte durchgefeiert. Nach einer (unfreiwilligen) eiskalten Dusche war ich dann startklar. Zwar ist das Gebäude, in dem ich wohne neu, doch die Straße zu dem Eingang wurde komplett aufgerissen. Ich laufe also jeden Morgen und jeden Abend in einer Baustelle…Soweit ok - bis auf, dass ich den ganzen Dreck überall mitschleppe und verteile. Mittlerweile ziehe ich meine Schuhe vor der Wohnung aus, zumal die Erde der Baustelle mit der Erde der Kanalisation vermischt ist…

 

Die Fahrt zum Unternehmen mit dem Taxi bzw. Auto dauert ca. 20 Min., obwohl es nur  ca. 10 KM Entfernung sind und die Straßen der Innenstadt breiter als die A3 sind. Leider ist genauso viel Verkehr auf diesen Straße wie auf der A3. Der Verkehr ist chaotisch! Es wird einfach eine weitere Spur zum Abbiegen eröffnet, ohne zu Bremsen wird von einer Nebenstraße (die natürlich auch mehrspurig verläuft) in die Hauptstraße eingebogen und vice versa, die Spuren werden von links nach rechts und rechts nach links gewechselt, es wird in den fließenden Verkehr ein- und ausgeschert, Überholmanöver erinnern eher an ein chrash course…Neben PKWs konkurrieren LKWs, Busse, Motorräder, Roller, motorisierte Fahrräder, Fahrräder und Fußgänger um den geringen Platz auf den Straßen. Als Fußgänger sollte man die Straße schnellen Schritts ueberqueren und sich dabei immer abwechselnd von allen Seiten gegen den sich nähernden Verkehr absichern. Gebremst wird nicht und der Schwächere muss dem Größeren weichen. Der Fußgänger verliert somit, sogar wenn er an einem Ampelübergang grün hat, denn Ampeln haben nicht die Bedeutung wie bei uns…Die Chinesen sind jedoch an dieses Chaos gewohnt und wissen wie sie sich zu verhalten haben. Falls ein Auto in der BRD in den fließenden Verkehr einschert, würde das in einem Chrash resuliteren – genauso wie der wilkürliche und spontane Spurwechsel, obwohl neben einem die Autos fahren, die dementsprechend einfach etwas mehr Platz machen und auch ausweichen - . Sogar auf abgesperrten Fussgaengerwegen kamen mir schon Autos entgegen….Wahnsinn!

 

Ich schweife ab: Mein erster Arbeitstag war eher eine Betriebsbesichtigung. Die Produktionsstätte war sehr interessant, doch mit diesen Abteilungen habe ich nicht so viel zu tun. Ich bin im Accounting und Controlling. Bessere Kollegen kann ich mir nicht vorstellen. Das liegt nicht daran, dass ich nur Wortfetzen aufschnappe, sondern vielmehr an der freundlichen und herzensguetigen Verhaltensweisen. Die Diskussionen und das Verhalten innerhalb der Abteilung ist sehr sozial und ein besseres Team bzgl. dem Verhalten kann man sich nicht wuenschen. Als Westler werde ich sogar noch einen Tick herzlicher bekuemmert – mehr als mir lieb ist -. Ich glaube ich bin schon auf einen Weg zu einem Workaholic. Die Arbeit macht Spass und es macht mir auch nichts aus laenger zu arbeiten. An meinem ersten Arbeitstag ist mir folgendes aufgefallen: ich sitze mit dem Ruecken zum Fenster und da die Scheiben blaeulich getoent sind, war fuer mich der Himmel immer schoen blau – bis ich einen Blick durch das offene Fenster geworfen habe und feststellen musste, dass der Himmel nicht blau sondern vielmehr diesig gelblich ist – zumindest im Vgl. Zu den blau getoenten ScheibenJ. Das Essen in der Kantine hat mich nicht überzeugt. Es hat mich, obwohl ich hunger hatte, nicht angesprochen und geschmacklich war es nicht delikat. Sofort ein Gericht mit 香菜 erwischt. Das ist Koriander und schmeckt für mich widerlich! Wäh! Muss dazu sagen, dass mir ab dem zweiten Tag bis heute das Essen richtig gut schmeckt. Fragen jedoch jedes mal nach, ob Koriander im Essen ist. Das Essen ist jeden Tag Reis oder 馒头-eine chinesische Spezialität -gedämpftes Brot. Darüber hinaus verschiedene Gemüsezubereitungen, teilweise Fleisch oder auch schon frittierte Schrimps. Alles sehr gut, so lange kein Koriander dabei istJ. Zum Nachtisch gibt es täglich Trinkjoghurt. Habe es einmal versehentlich für Milch gehalten und in meinen Kaffee geschüttet. Das war alles andere als schmackhaft. Meine Kalorienzufuhr halbiert sich und dadurch nehme ich ungewollt ab. Wenn ich zurück bin, werde ich nur noch ein Strich sein und meine Muskeln werden degeneriert sein, da keine Zeit für Sport bleibt (zumindest bis jetzt). Meine Ansprechpartnerin war krank und daher sind Sabine und ich früher in den Feierabend gegangen. Da ich weder Jacke  noch Pullover hatte, haben wir zunächst eine Jacke für mich gesucht. Die gefundene Jacke war dann XXLJ. Um auch sportlich aktiv zu sein und morgendlich zum Office zu fahren, wollten wir mir ein Fahrrad kaufen. Also sind wir ca. 1-2 KM zum nächsten MegaStore gelaufen, um dort eventl. Ein Bike zu kaufen. Dort haben wir zwar kein Fahrrad, jedoch erst mal die Grundnahrungsmittel (Wasser!!,Reis!!, Putzmittel etc.) und die ersten Einrichtungsgegenstände (Besteck- 筷子J, Schüsseln etc.) gekauft. Mit ca. 10 KG gekauften Sachen sind wir zurückgelaufen. (Anmerkung: Ich wohne über einen großen Supermarkt, in dem man auch alles kaufen kann). Sabine und ich wollten noch in meinem Viertel etwas Essen gehen, doch ich wohne scheinbar in einem Saunenviertel, da wir kein Restaurant finden konnten, stattdessen einige Saunen. Wir haben ein Taxi genommen und sind zu einem Restaurant gefahren. Sabine hat bestellt und die 饺子 waren sehr lecker. Das restliche Essen war auch sehr gut, doch von vier bestellten Gerichten haben wir nur geringes gegessen. Wir wollten uns ein Bier gönnen und das erste Bier hat etwas fad geschmeckt, bis wir festgestellt haben, dass es alkoholfrei warJ Also noch ein „richtiges“ Bier bestellt, das auch besser geschmeckt hatte. Es war schon spät als wir das Restaurant verlassen haben und wir sind direkt nach Hause. So viel zu meinen ersten Tag.
22.5.08 12:51


Der Flug, die Ankuft und die ersten Ereignisse

Nachdem ich bereits eine Zeit in China bin, habe ich mich mehr oder weniger an den Alltag gewöhnt und Massen von Menschen, welche in einem scheinbaren Verkehrschaos die Straße Versuchen (nicht immer erfolgreich) zu überqueren, ist nichts mehr Außergewöhnliches für mich. Nachdem ich jedoch fast dreimal an einem meiner ersten Tage überfahren worden bin, darf man weiterhin dieses Chaos nicht unterschätzen...doch dazu später. Zunächst fasse ich kurz meinen Flug und die Ankunft zusammen.

Etwas verkatert und ko habe ich den Flug zunächst nach Beijing und direkt im Anschluss nach Shenyang genommen. Glücklicherweise haben Sabrina und Sabine den selben Flug gehabt und somit war ich nicht alleine. An der Kontrolle in Deutschland musste natürlich mein Notebook zum BGS zur Untersuchung, doch als im Flugzeug kein potentiell schreiendes Kind in der Nähe war, war ich zunächst erst mal erleichtert. Im Flug nach Beijing habe ich dann mit Sabrina angestoßen und dies hat für einen ruhigen und langen Schlaf gesorgt. Bei der Ankunft in Beijing habe ich erst mal gestaunt: Es hat geregnet und war recht kalt. Ein Check des Wetters und vor allem die Aussagen meiner Kollegen in China und meines Chefs in Deutschland führten dazu, dass ich weder Pullis noch Jacken eingepackt habe. Sogar wörtlich: You dont need this (sweater) in China...Die Hoffnung auf besseres Wetter in Shenyang begleitete mich zum nächsten Flug. Das schreiende Kind saß diesmal jedoch direkt vor mir...Am Flughafen wurden wir abgeholt und ich wurde zu meinem Apartment gefahren. Ich bin der erste Mieter und alles ist neu. Schätzungsweise 20qm Wohnfläche und dann noch eine Küche und ein Bad. Das war mehr als ich erwartet habe. Ich wohne im 18. Stock (von 30) und habe einen guten Überblick über das Bezirk, in dem ich nun wohne. Im Grunde gibt es  in Shenyang fast keine kleinen Häuser, sondern sie sind alle ziemlich hoch. So ist es nicht verwunderlich, dass ich von Hochhäusern umgeben bin. Ein Ende der Stadtgrenze ist nicht in Sicht. Nachdem mir die Wohnung gezeigt wurde, mir ein Mobile überreicht wurde und der Transport zum Unternehmen für den nächsten Tag geklärt wurde, habe ich meinen Koffer ausgepackt und meine Utensilien untergebracht. Es war ca. 17 Uhr und am nächsten Tag sollte ich gegen 8 Uhr abgeholt werden. Mein Bedürfnis zu schlafen war besonders hoch. Jedoch musste ich zunächst mein Bett beziehen. Die Matratze (die ca. 5 cm hoch ist und mit Heu gefüllt) war in einer Schutzfolie eingepackt. Ich war mir nicht sicher und wollte die Folie zunächst nicht zerstören und dieses am nächsten Tag klären. Ein Lattenrost hat das Bett nicht. Somit nenne ich mein Bett eher Brett. Ich mag es zwar hart, doch etwas Federung wäre wünschenswert. Meine Gardinen sind transparent und es gibt keine Rollos! Das war mir zu diesem Zeitpunkt egal, da ich einfach nur ko war. Einen tiefen Schlaf hatte ich jedoch nicht. Dies hatte mehrere Gründe: Zeitverschiebung, Lärm (unglaublich laut - rund um die Uhr!) Helligkeit, die nicht durch die zweckdienlichen Vorhänge blockiert wird und die Plastikfolie, die dazu führte, dass ich im Schweiß gebadet habe. Leider hatte ich kein Trinkwasser und die Dehydration des Morgens war ein neuer persönlicher Grenzwert. Die nächsten Ereignisse werden demnächst gebloggt.

Momentan nimmt die Arbeit sehr viel Zeit in Anspruch...So on: die spannenden und lustigen Ereignisse kommen noch  

21.5.08 16:57


Das Erdbeben in Sichuan 四川

Der erste Blog ist leider kein erfreulicher Eintrag. Die Zahl der Todesopfer eines schweren Bebens hat sich bisher auf 50.000 Menschen und die Zahl der Obdachlosen auf ueber 5 Millionen Menschen erhoeht. Die Chinesen zeigen grosse Betroffenheit und die Themen in der Kantine und im Bus sind rund um die Katastrophe und deren Auswirkungen. Bereits am zweiten Tag nach dem Beben, wurden Spenden in unserem Unternehmen gesammelt. Am heutigen Tag wurden um 8.28 Uhr MEZ Schweigeminuten eingelegt. Die Solidaritaet und Hilfsbereitschaft im Land ist sehr gross. In meinem naechsten Blog werde ich meine ersten Erfahrungen in China beschreiben. Momentan geht der Beruf vor.  Ich moechte darauf hinweisen, dass ich nicht im Erdbebengebiet bin, sondern ca. 650 KM nordoestlich von Beijing in der Provinz Liaoning 辽宁 bzw. der 7 Millionen Einwohner Stadt Shenyang 沈阳.

19.5.08 10:51





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